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Miesegrimm - Du kannst auch anders!
ISBN
978-3-8334-7968-7 - Paperback, 120 Seiten - € 9,80 (inkl. MwSt.) Verlag: Books on Demand
„Warum ist Papa in der letzten Zeit bloß so komisch? Vorhin
dachte ich, er haut mir eine runter. So etwas hat er noch nie getan …!“
Woran liegt es nur, dass der Vater von Felix und Sebastian
nur noch schlechte Laune hat. Durch Zufall geraten die beiden Jungen in die
Welt der Fantasie. Dichter Nebel, ausgehend von einem Gespenst namens
Miesegrimm, vergiftet ihren Wald und steckt jeden mit Missmut und Griesgrämigkeit
an, der mit ihm in Berührung kommt. So auch ihren Vater?
Bei ihren Streifzügen freunden sie sich mit zwei Waldwesen an. Gemeinsam
brechen sie auf, um Miesegrimm zu finden und ihren Vater zu retten.
Leseprobe:
... In diesem Moment schlug Baldor, der Großonkel Balduins, mit seiner
Gabel an einen Becher und erhob sich langsam von seinem Sitzplatz.
Augenblicklich war es mucksmäuschenstill. Alle schauten auf den alten Kobold,
der leicht gebückt, auf seinen Stock gestützt dastand und in die Runde blickte.
Felix konnte nur noch das Knistern der Fackeln hören, die rund um den Platz
aufgestellt worden waren. „Liebe Freunde, wir sind heute hier
zusammengekommen, um der schlechten Laune ein Ende zu bereiten.“ Baldor machte
eine Pause, räusperte sich und fuhr fort: „Miesegrimm treibt schon viel zu lange
ungehindert sein Unwesen. Ich kenne diesen griesgrämigen Raubritter schon mein
Leben lang. Es ist an der Zeit, dass wir ihm endlich seine Grenzen
zeigen.“ Die Kobolde murmelten zustimmend und nickten sich zu. ...
... Am
anderen Ende des Platzes erhob sich ein kräftiger Kobold, der wohl zu tief in
den Becher geschaut haben musste. Er hielt sich mit einer Hand leicht schwankend
an der Tischplatte fest und lallte: „Nur zur Rede stellen wird wohl nicht viel
nutzen. Einsperren müssen wir diesen Griesgram!“ Ein zweiter Kobold meldete sich
zu Wort, der so klein war, dass er gerade über die Tischplatte sehen konnte. Er
kletterte auf seinen Stuhl und rief in die Runde: „Einsperren hilft nicht
weiter. Wir müssen ihn von hier wegschaffen, dann sind wir erst seine schlechte
Laune los!“ Sein Einwand wurde mit einem lauten Gemurmel begrüßt. Felix
Aufmerksamkeit wurde nun auf einen schmächtigen Kobold gelenkt, der ganz in
seiner Nähe saß und sich nun ebenfalls erhob. „Ja“, stimmte der Kobold zu,
„bringt den Miesepeter weit weg, dann hat sich das Problem von alleine gelöst!“,
rief er und hob seinen Becher hoch in die Luft. Für einen Moment redeten nun
alle durcheinander, bis Baldor den Kopf schüttelte, einen Arm hob und um Ruhe
bat. „Haltet ein, meine Freunde. Es ist keine Lösung, Miesegrimm
einzusperren oder wegzuschaffen. Wer garantiert euch denn, dass er nicht wieder
kommt?“ Der alte Kobold ließ seinen Blick langsam über die Köpfe wandern.
Einige Kobolde nickten. „Nein“, fuhr Baldor fort, „wir müssen die
Ursache des Übels an der Wurzel packen, aber nicht gleich Gewalt anwenden. Der
vergiftete Nebel ist Ausdruck von Miesegrimms schlechter Laune und die ist in
seinem Wesen begründet. Ihr vergesst die Einsamkeit, die ihn seit Jahrhunderten
einhüllt und das aus ihm gemacht hat, was er heute ist!“ „Aber wer will denn
schon etwas mit diesem alten Griesgram zu tun haben. Du vielleicht?“, lallte der
kräftige Kobold vom anderen Ende des Platzes und schüttelte den Kopf. Baldor
zuckte mit den Achseln. „Zunächst einmal muss Miesegrimm gefunden werden und
dann schadet es doch nichts, erst einmal mit ihm zu sprechen, oder?!“ Der Alte
sah Felix und Sebastian nun direkt an. „Wenn ihr Balduin und Benedikt dabei
helfen wollt, Miesegrimm freundlicher zu stimmen, solltet ihr euch immer über
eines im Klaren sein. Es kann euch nichts passieren, solange ihr nur euren
Frohsinn bewahrt. Miesegrimm gewinnt seine Macht durch seine schlechte Laune und
seinen Missmut. Fröhlichkeit und Optimismus sind ihm fremd. Verlernt das Lachen
nicht, dann wird alles gut gehen.“ Ohne noch einen weiteren Einwand abzuwarten,
drehte sich der alte Kobold um und verließ schlurfend den Platz. ...
... Für
Felix war das alles unglaublich. Er schaute zu Sebastian. Ihre Blicke trafen
sich. Doch bevor einer der Brüder etwas sagen konnte, wurde ihre Aufmerksamkeit
erneut in Anspruch genommen. Baldavia hatte sich erhoben und begann zu singen.
Auf dem Festplatz wurde es abermals still. Ihre glockenklare Stimme war so
schön, dass selbst die Fackeln aufgehört hatten, zu knistern. Balduin seufzte
und blickte Baldavia mit glänzenden Augen an. Als der letzte Ton verklungen war,
raunte ihnen der alte Kobold über den Tisch zu: „Behaltet die Melodie in euren
Herzen!“
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Material zum Buch
Wollt ihr euer Leseverständnis testen?
1. Die Leute von Antolin (www.antolin.de) – Herausgeber Albert Hoffmann -
haben sich ein paar nette Fragen für euch ausgedacht. Antolin ist ein
Internetangebot vom Bildungshaus Schulbuchverlag. Dort könnt ihr euer
Leseverständnis testen, wenn eure Schule eine Lizenz hat.
2. Übungsmaterial zum Buch
-> für 3. Klasse
-> für 4. Klasse
Das gesamte Übungsmaterial für eine Klasse ist als PDF-Datei zu einem
Unkostenbeitrag von 5 € erhältlich. Habt Ihr Interesse am gesamten Material, schreibt mir einfach eine ->Mail.
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Kinderstimmen
Autorenlesung an einer Grundschule geschrieben von Karlson am
06.08.2008 (Klasse 3c der Grundschule)
"Martina Türschmann hat spannend und witzig zugleich erzählt. Sie
hat toll vorgelesen. Das Beste war, das sie dort, wo es besonders spannend
geworden ist, aufgehört hat weiterzulesen. Jetzt wissen wir nicht, wie es weiter
geht und wollen lesen. Das Buch ist gut, weil es lustig, spannend und gruselig
war. Lustig waren die beißenden Blumen und die Kobolde Benedikt und Balduin.
Spannend war es, als die Jungen den geheimnisvollen Wanderweg gingen. Gruselig
fand ich Miesegrimm. Die Bilder von Ruth Richter zu der Geschichte haben mir
sehr gut gefallen. Wenn ich mir das Buch kaufen darf, dann bin ich mal gespannt,
wie die beiden Jungen ihren Vater erlösen können. Bei der Autorenlesung habe ich
etwas Neues erlebt: Die Natur kann gefährlich, spannend und voller Geheimnisse
sein." ----------------------------------------
Im Anschluss an eine Lesung in einer 3. Klasse meldete sich ein Junge zu
Wort, der sehr skeptisch wirkte. "Glaubst du eigentlich selbst an das, was du
da schreibst?", fragte er und verschränkte die Arme vor der Brust. (Ach
herrje …!) "Was soll ich dir denn jetzt dazu sagen? Wenn man nicht an die Welt
der Gespenster und Kobolde glaubt, kann man auch den Wanderweg nicht finden, der
einen in die Welt der Gespenster bringt!", war meine Antwort. Der Junge
überlegt eine Weile und kam dann zu dem Schluss: "Na gut, dann will ich wieder
daran glauben!" Dabei veränderte er um keinen Zentimeter seine Haltung. ----------------------------------------
Ein anderes nettes Erlebnis hatte ich in einer 5. Klasse. Auch die Kinder
dieses Alters schienen dem Verlauf der Geschichte gespannt zu folgen, denn kein
Mucks war zu hören. Als ich endete, schaute mich ein Junge beinahe empört an
und fragte: „Hörst du schon auf?“ Ich bestätigte seine
Befürchtung. Daraufhin meinte er sehr entrüstet: „Nein, das kannst du doch
jetzt nicht machen!“ ----------------------------------------
„Wenn meine Mama schlechte Laune hat, soll ich dann das Singen anfangen?“ ----------------------------------------
Auf meine Frage, wie man sich denn vor der schlechten Laune anderer Menschen
schützen kann, meldete sich ein Viertklässler zu Wort und meinte selbstsicher:
"Ich esse dann immer eine Tüte Chips." (Na, dann lass es dir mal
schmecken…!) ----------------------------------------
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Meinungen zum Buch / Pressestimmen
Miesegrimm - Du kannst auch anders!
Lasst euch von dem etwas "grimmigen" Titel des Buches nicht abschrecken,
denn in dieser Geschichte steckt nicht nur viel Spannung und Fantasie, sondern
auch jede Menge über Freundschaft, Vertrauen und Mut. HOFHEIMER ZEITUNG,
Dezember 2007
Miesegrimm - Du kannst auch anders! Ein ansprechendes und schönes
Kinderbuch, das auch die Großen begeistert und somit ein Lesespaß für die ganze
Familie ist. AMPER-KURIER.DE, August 2007
Von beißenden Türgriffen und gefährlichem Nebel Merkwürdige Pflanzen, die beißen können, freundliche
Kobolde, düstere Nebelschwaden im Wald, die schlechte Laune verbreiten und die
Begegnung mit einem kreischenden Gespenst in einer zerfallenen Burgruine.
Martina Türschmann zieht in ihrer Geschichte vom Gespenst Miesegrimm alle
Register der Spannung und Fantasie. (...) Kaum haben es die vier (Freunde) mithilfe des zuschnappenden ‚Meidekrautes’
geschafft, die Beißzähne der Türklinke zum Inneren der Burg zu überlisten,
werden sie von zwei Augenpaaren beobachtet. Und genau an dieser besonders
spannenden Stelle endete die Autorin. „Jetzt bin ich gemein und höre einfach auf
zu lesen“, sagte sie zu den Kindern der Klasse 4a und 3b, die im Verlauf der
vorgetragenen Geschichte immer ruhiger und konzentrierter lauschten. (…) HOFHEIMER ZEITUNG,
April 2008
Miesegrimm
im Nebelwald Verständlich,
dass die schlechte Laune ihres Vaters den Geschwistern Sebastian und
Felicitas Sorgen bereitet. Woher nur sein plötzlicher
Stimmungswandel? Noch während die beiden am Grübeln sind, finden
sie sich zwischen düsteren Nebelschwaden im WaId wieder- der Beginn
einer geheimnisvollen Erlebnisreise. (…) Außer, dass aus Felix
eine Felicitas wurde, bleibt die Handlung nah am Original. (…)
Erstmalig
wird das Kinderbuch ,, Miesegrimm - Du kannst auch anders!" der
Grafrather Autorin Martina Türschmann als Theaterstück aufgeführt.
Am Samstag, 5. Dezember hat das Stück beim Brucker Brett‘l in
Biburg Premiere. Regie führen Erika Pulfer und Jürgen Schulz, der
zugleich in der Rolle des unheimlichen Miesegrimm zu sehen ist. Mit
Ausnahme von ihm wird das Stück ausschließlich von Kindern
aufgeführt - gerade einmal sechs Jahre alt ist der jüngste
Darsteller. Die beiden Hauptakteure, Finn
Pulfer und Bianca Aßmus waren schon im vergangenen Jahr, als
Heinrich und Hofdame Sophia im ,,Froschkönig" zu sehen. (…)
Wer
aber ist nun dieser Miesegrimm? Von Kobolden werden die Kinder in die
Geheimnisse des Waldes eingeweiht und machen schließlich eine
gespenstische Entdeckung. Spannend, lustig und auch ein bisschen
gruselig ist die Erzählung. Man taucht in eine Welt ein, in der die
Grenzen zwischen Realität und Fantasie verschwimmen. Und das
Schönste dabei ist, dass die Freundschaft eine so wichtige Rolle
spielt. Auch gesanglich wird das Stück untermalt.
Da
ist selbst die Regisseurin Erika Pulfer von der Leistung der Kinder
überrascht: ,,Sie bekommen Gänsehaut, wenn Sie das hören",
sagt sie.
KARIN
EILKS (Süddeutsche
Zeitung vom 04.12.09 – Lokalteil Fürstenfeldbruck)
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